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Dies ist ein aus der Praxis entwickeltes Theaterstück, das sich für den Einsatz in höchst unterschiedlichen Kontexten eignet: für Profis und Laien, mit Kindern ab 8 und Erwachsenen bis 88.
Zum Inhalt:
Makatussa
Ein Genderrama
Auf einem Dorfplatz nahe dem Dschungel weit weg von aller Zivilisation sieht man Frauen und Männer bei Arbeit und Freizeit und beim Austausch von Freundlichkeiten.
Die Frauen machen die Arbeit und die Männer - langweilen sich. Und so streiten sie also, miteinander und mit den Frauen.
Die Männer überlegen eines Tages, wie sie dem Alltagstrott einmal entkommen könnten.
Ihre Idee: Es müsste mal etwas tatsächlich Neues passieren!
Man könnte doch, könnte man nicht zum Beispiel... eventuell....mal versuchen...eine wichtige fremde Sprache, also ähm...vielleicht Englisch, ja Englisch zu lernen?!!!
Mit Hilfe der Frauen werden zwei Männer ausgewählt, nein nicht irgendwelche, sondern die Schönsten. Diese sollen und dürfen nach England reisen.
Die Rückkehr dieser Männer nach etlichen Monaten stellt die DorfbewohnerInnen unerwartet vor gewaltige Probleme.
Jo Eisfeld
Makatussa
Das Stück (Ausschnitt)
Urwaldsound
1 imma barar
Die Frauen kommen gemeinsam palavernd herein, sie tauschen wichtige Nachrichten aus der Nachbarschaft. Im Publikum suchen sie am Boden nach Nahrung, einmal versehentlich fallen Nüsse aus dem Korb und werden wieder aufgelesen.
Sie waschen sich am Wasser, haben dabei viel Spass miteinander. Doch dann erinnert eine an die Pflichten (imma barar).
So setzen sie sich an ihre Hausarbeiten, deutlich dämpft sich ihre Stimmung.
2 Kalimba
Ein Schamane tanzt mit Rasseln und Singsang (Kalimera) auf den Dorfplatz, hält unvermittelt inne und kehrt leise schimpfend zu den Hütten um. Dort hört man einen knappen Schlag gefolgt von einem Aufschrei, er kommt wieder über den Dorfplatz zurück im Selbstgespräch, setzt sich auf seinen angestammten Platz, ein zweiter Mann kommt, hält sich vom Schlag den Kopf, schaut sich um, geht auf den Dorfplatz, setzt sich stolz hin und schaut links und rechts. Nacheinander kommen einzeln die Männer, jeder auf seine Art als Krieger, Jäger oder Alter. Die Frauen kommentieren jeden Mann mit ihren Zeichen. Die Männer begrüssen einander (Kalimba), schauen würdevoll herum, sind wichtig. Dabei warten sie offenbar auf jemand, der allerdings noch ausbleibt.
3 Bongo
Dieser Letzte erscheint und wird freudig und lautstark begrüsst (Bongo). Sogleich beginnt er zu trommeln, die anderen steigen in das Trommeln begeistert ein, das steigert sich und macht ihnen zunehmend Spass, sie kommen richtig in Schwung. Es beginnt auch ein Gesang, in den alle anderen einfallen. So wird es schliesslich ziemlich ausgelassen und lärmig.
4 Somani
Die Frauen fühlen sich inzwischen gestört, kommentieren mit steigendem Unwillen die Entwicklung, geben sich Zeichen: Kinder und Alte wollen jetzt eigentlich ruhen. Auf dem höchsten Lärmpegel der Männer stehen sie auf, verlangen nun selbst heftig und jetzt auch lautstark nach Ruhe (Somani). Es gibt eine Riesenauseinandersetzung, alle brüllen sich gegenseitig an.
5 Taramtam
Die Männer hören schliesslich doch noch auf, sind schwer sauer auf die Frauen und schimpfen noch lange vor sich hin: Spielverderberinnen (Taramtam)!
6 Bono Tigrr
Die Frauen beginnen mit der Essenszubereitung. Man sieht ihre steigende Anstrengung, die wachsende Härte der Arbeit. Die Männer murren unterdessen weiter bis einer den erbeuteten Tiger-Knochen (Bono) hervorholt. Ganz plötzlich ist der Frust weg, jeder drückt seine Anerkennung gegenüber dem alten Jäger aus, der den Tiger (Tigrr) kürzlich erlegt hat, möchte auch bewundernd den Knochen berühren und fest an sich drücken.
7 Manga, Tussa
Die Männer bekommen nun Hunger ( Manga). Der Wunsch wird immer stärker. Aber die Frauen (Tussa) benötigen noch Zeit. Sie sind noch nicht fertig. So verlangen die Männer das Essen heftiger, schliesslich sind die Frauen dann doch so weit. Der Schamane erhält seine Portion zuerst , den übrigen Männern bringt eine das Essen, sich dabei rituell verbeugend.
Sofort beginnen die Männer zu essen, und das ziemlich lautstark.
Ima Affo, ima-ima Affo
Diese Kritik kennen die Frauen schon zur Genüge, so sieht man ihren Unmut über diese Äusserung der Männer deutlich. Ein Nachschlag wird verlangt und gebracht. Das Essen endet in einer wüsten Rulps- und Spuckorgie.
Nun verlangen die Männer: Kultura! und wechseln ihren Sitzplatz.
Gemeinsam machen die Frauen den rituellen Tanz für die Männer.
Die schauen dabei eher gelangweilt zu und schmauchen eine Pfeife.
Tanzend verabschieden sich die Frauen.
Weitere Informationen zum ganzen Stück: info@eduarts.de |
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